Nagelverzorging ouder

Starke Nägel im Alter: was sich verändert und was du dagegen tust

Älterwerden zeigt sich an allen möglichen Stellen, und deine Nägel sind keine Ausnahme. Sie werden dünner, wachsen langsamer und brechen schneller — oft ohne dass du irgendetwas anders machst.

Hier steht, was sich genau verändert und was du dagegen tun kannst.

Was mit deinen Nägeln passiert

Sie werden dünner und brüchiger

Die Produktion von Keratin — dem Eiweiß, aus dem dein Nagel besteht — verlangsamt sich mit den Jahren. Die Folge ist eine dünnere Nagelplatte, die anfälliger für Risse und Splitter ist. Das ist die Veränderung, die die meisten zuerst bemerken.

Sie wachsen langsamer

Die Durchblutung der Nagelmatrix nimmt ab. Das ist das Gewebe unter deiner Nagelhaut, in dem neue Nagelzellen gebildet werden. Weniger Durchblutung bedeutet langsameres Wachstum.

Das hat einen lästigen Nebeneffekt: Schäden heilen langsamer aus. Wo ein eingerissener Nagel mit zwanzig in zwei Monaten herausgewachsen war, können es später vier bis sechs sein.

Form und Farbe verändern sich

Nägel können dicker werden, mehr Längsrillen bekommen und gelblicher werden. Auch die natürliche Wölbung verändert sich — manche Nägel krümmen sich stärker, andere flachen ab.

Längsrillen sind normal und gehören zum Älterwerden. Querrillen nicht: die deuten oft auf eine Phase von Krankheit, Stress oder Mangel hin. Kommen sie immer wieder, lass das abklären.

Was am meisten hilft

Alterung lässt sich nicht umkehren, aber vieles lässt sich ausgleichen. Zwei Gewohnheiten bringen mit Abstand am meisten.

1. Feuchtigkeit

Das ist die wichtigste. Ein älterer Nagel ist vor allem ein trockenerer Nagel, und ein trockener Nagel ist steif. Steife Nägel geben nicht nach — sie brechen.

Massiere täglich Nagelöl in deine Nägel und Nagelhaut ein. Zwei Minuten, am besten abends, damit es über Nacht einziehen kann. Eine reichhaltige Handcreme hilft auch, aber Öl dringt tiefer in die Nagelplatte ein.

Das ist die Veränderung, bei der man am schnellsten Ergebnisse sieht: oft schon innerhalb von zwei Wochen.

2. Feilen statt knipsen

Ein Nagelknipser quetscht die Nagelkante. Bei einem dünnen, brüchigen Nagel ist genau das die Stelle, an der der erste Riss entsteht.

Nimm eine feine Feile und feile in eine Richtung. Eine Glasfeile eignet sich hier gut, weil sie die Nagelkante gleich versiegelt, sodass keine Feuchtigkeit zwischen die Nagelschichten kriecht.

Was außerdem hilft

  • Handschuhe beim Putzen und Gartenarbeiten. Reinigungsmittel trocknen Nägel stark aus, und ein älterer Nagel hat diese Reserve nicht mehr.
  • Ausreichend Eiweiß und Eisen in der Ernährung. Brüchige Nägel sind regelmäßig ein Zeichen für Eisenmangel.
  • Ein Nagelhärter, wenn der Nagel wirklich zu dünn geworden ist. Ein Härter mit Dimethyl Urea legt zusätzliche Keratinverbindungen im Nagel an, den du jetzt schon hast — das wirkt schneller, als auf neues Wachstum zu warten.

Wann zum Arzt

Die meisten Veränderungen sind harmlos. Lass aber abklären:

  • plötzliche, starke Verfärbung eines einzelnen Nagels
  • wiederkehrende Querrillen
  • Nägel, die sich vom Nagelbett lösen
  • Brüchigkeit, die trotz guter Pflege anhält

Kurz zusammengefasst

Dünner, langsamer und trockener — das gehört dazu. Aber die meisten Brüche entstehen nicht durch die Alterung selbst, sondern durch die Trockenheit, die damit einhergeht. Tägliche Feuchtigkeit und sauberes Feilen statt Knipsen setzen genau dort an, und zusammen kosten sie dich keine fünf Minuten am Tag.

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